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2017 Carola Mair All Rights Reserved Impressum

Die Kinder von Etzelsdorf

Ein österreichisches Zeitdokument über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und deren Kindern um 1945.

Doku AUT/POLEN 2006/2007

 

ÜBER DEN FILM

In ihrem Film dokumentiert Carola Mair das Schicksal vieler ostslawischer Zwangsarbeiterinnen und derer Kinder - das Teil einer Vergangenheit war, die Oberösterreich nach dem Zusammenbruch 1945 verdrängt und vergessen hat.

In Linz an der Donau verkündetet Adolf Hitler 1938 den "Anschluss Österreichs" ans deutsche Reich. Die aufstrebende Industrie der Stadt beschäftigte während des Nationalsozialismus Tausende von Zwangsarbeiterinnen. Als Zone des Schweigens galt die Situation der weiblichen Zwangsarbeiter in den Hermann Göring Werken Linz. Spätestens nach der Niederlage in Stalingrad verlangten die Nationalsozialisten von den Ostarbeiterinnen eine Steigerung der Produktivität.

Weil Schwangerschaften die Einsatzfähigkeit der Frauen einschränkten - wurden zunehmend Abtreibungen bis ins 7.Monat durchgeführt. Die Frauen waren Übungsprojekt; Widerstand von Ärzteseite gab es kaum. Neugeborene wurden den Müttern weggenommen und in "fremdvölkischen Säuglingsheimen" untergebracht, in denen grauenvolle Zustände herrschten.

Sowohl im Lindenhof als auch im Schloss Etzelsdorf gab es gegen Kriegsende ein Heim für Kinder von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen, die von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingerichtet worden war. Innerhalb kürzester Zeit kam es in den fremdvölkischen Kinderheimen zu einem vermehrten Säuglings-sterben. 13 der 80 Säuglinge verstarben aufgrund mangelhafter Pflege und Ernährung alleine in Etzelsdorf und wurden namenlos am Friedhof in Pichl bei Wels begraben.

Die filmische Dokumentation darüber ist als Zeit Zeugnis gedacht und soll dazu beitragen, dass Frauen und Kinder nie mehr wegen ihrer Herkunft diskriminiert, misshandelt, ausgesondert und vernachlässigt werden.

Mit den Zeitdokument "Kindern von Etzelsdorf" zeigt Mair einen Film, der sich in eine Zone des Schweigens vorwagt - in eine Tabuzone, die 60 Jahre danach - unvorstellbar erscheint. Eine Lernchance für Heute und Morgen mit dem Aufruf, dass Menschenrechte unteilbar und weltweit gültig sind. Dieser Film vermittelt die Wichtigkeit dieses Prinzips auf intensivste Weise.