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CIRCO-FANtazzTICO


Doku | AUT/DE/E/COSTA RICA, 2009/2010


Ein Dokumentarfilm über ein außergewöhnliches Zirkusprojekt mit Kindern und Jugendlichen aus Costa Rica während ihrer Tournee in Europa.

ÜBER DEN FILM
Circo Fantazztico ist ein Film, der sich mit Leichtigkeit und Sensibilität mit Themen wie Sinn und Sinnsuche bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt. Rund 200 Kinder und Jugendliche aus Armutsviertel San Isidros el General sind aktiv beim Kinderzirkus Fantazztico. Aus dem engsten Kern der Truppe kommen die 18 besten Artisten unter ihnen gemeinsam mit Freiwilligen und Zivildienern aus Deutschland, Österreich, Spanien und Frankreich im Rahmen einer Tournee nach Europa.


Darunter auch das Mädchen Alexandra Gonzales-Campos, die vor allem durch ihre Tuchseilnummer für Spannung sorgt. Alexandras Leben ist nicht leicht, ihre Mutter arbeitet mit ihrer Tante seit Jahren illegal in New York und schickt das verdiente Geld nach Hause. Ihren Vater hat Alexandra noch nie gesehen. So lebt sie mit ihrer schwerkranken Großmutter und ihren Halbgeschwistern in einem kleinen Häuschen in San Isidro. Was ihr ihre Situation erleichtert, sind ihre Erfolge als Tuchakrobatin beim Circo Fantazztico. Hier findet sie nicht nur einen familiären Zusammenhalt durch die Zirkusgruppe, sondern lernt auch soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Ausdrucks- und Kontaktfähigkeit. Hinzu kommt der Abbau von Ängsten, Hemmungen und Spannungen durch die Auseinandersetzung in der künstlerischen und kulturellen Arbeit mit der eigenen Person und im Austausch mit anderen Kindern.

 

STATEMENT
Ich habe Alexandra Gonzales Campos.im Zuge meiner Recherchen in Costa Rica kennengelernt. Das Mädchen ist mir sofort durch ihre introvertierte Art aufgefallen, gleichzeitig war ich von ihrem künstlerischen Selbstverständnis fasziniert, wie sie als Akrobatin am Tuch agiert. Alexandra Graf lernte ich erst während der Dreharbeiten in Spanien kennen. Ihr unterliegt die Leitung des Zirkus. Die junge Frau ist selbst Akrobatin und begann damit bereits mit 4 Jahren in der Zirkusschule Chaos in Wien. Seit mehreren Jahren leitet sie den Zirkus in Costa Rica. Der Zirkus wurde zu ihrem Leben, sie versteht ihre Arbeit nicht als Job, sondern als einen Traum, den sie lebt, in dem sie sich selbst verwirklichen kann und wo ihre Arbeit Früchte trägt. Alexandra erfindet gemeinsam mit Unterstützung einiger Freiwilliger Szenen, schreibt Theaterstücke, entwirft Kostüme, betreut die Zirkuskinder und deren Angehörige, leistet auch Organisations- und Öffentlichkeitsarbeit.


Eine junge Frau mit ihrer immensen Energie und Lebendigkeit, herrlich mitreißend ist und begeistern kann. Ich verstehe sie als konträres positives Beispiel zur gegenwärtigen No Future Generation,

Credits:

Buch/Regie: Carola Mair

Kamera: Flo Fessl

Schnitt: Johanna Tschautscher

Ton: Gerald Hötzeneder

Produktionsassistenz: Elisabeth Stadler