PASSION HOMMAGE Á CHRISTIANE SINGER
45 Min. Hommage | Österreich, Frankreich, Deutschland

"Passion – Hommage à Christiane Singer" ist ein
filmischer Essay auf den Spuren Christiane Singers, Romanautorin, Humanistin,
Essayistin, Philosophin. Das wohl bedeutendste Thema der Autorin ist dabei: Wie
kann man Leidenschaft und Lebendigkeit in den Menschen entfachen?
Christiane Singer ist keine Protagonistin, die den
Mediengesetzen gehorchte. Deshalb ist der Film über sie auch kein klassisches
Portrait – sondern eine Hommage an die 2007 verstorbene Schriftstellerin
Christiane Singer. In ihrem Film versucht Carola Mair auf den Spuren der
vielfältigen Persönlichkeit von Christiane Singer, Romanautorin, Humanistin,
Philosophin, Bewusstsein zu schaffen über eine essenzielle Bedeutung der
Leidenschaft und Lebendigkeit jedes Einzelnen in der Gesellschaft.
ÜBER DEN FILM
Der Film „Passion – Hommage à Christiane Singer“ ist ein
einfühlsames wie ausdruckstarkes Portrait über die österreichisch-französische
Schriftstellerin Christiane Singer. Bereits im Alter von acht Jahren schrieb
die Autorin Gedichte und feierte mit zwanzig ihre ersten großen Erfolge in
Frankreich. In poetischer und subtiler Art führt der Film den Zuseher in die
Nähe von Christianes Schreiballtag. Er zeigt Fragmente aus ihrem Leben und
versucht die bleibende Wirkung der Autorin zu beschreiben. So begleitet die Kamera
Christiane Singer bei ihren Erinnerungen an Orte ihrer Jugend in Marseille, bei
ihren Erzählungen über die Bedeutung von Heimat, Fremde, Identität,
Beziehungen, vor allem aber vom Wesen der Sprache. Und genau darin liegt auch
die Leidenschaft und Lebendigkeit der Autorin selbst. So lautet auch das
zentrale Thema des Films: Leidenschaft und Lebendigkeit der Sprache, die als
Ausdruck geistiger Würde und persönlicher Freiheit zu sehen ist. Dabei kommen
auch prominente Freunde, Kollegen und Familie zu Wort. Darunter Mitglieder
ihrer Familie, der ehemalige - ORF Club 2 Chef Peter Huemer oder die in München
lebende Religionsphilosophin und Journalistin Felizitas von Schönborn, die
Lektorin Claire Delannoy ihres französischen Verlags in Paris und ihr deutscher
Übersetzer Wieland Grommes.
CAROLA MAIR STATEMENT
In einer hektischen Welt voller Alltagsbanalitäten ist es
für mich als Filmemacherin notwendig mich auch bei meinen filmischen Themen auf
Wesentliches zu konzentrieren und mich immer wieder neuen Herausforderungen zu
stellen. Der Film „Passion - Hommage à Christiane Singer“ ist dafür das beste
Beispiel und aufgrund meiner innigen Verbundenheit mit der 2007 verstorbenen
Schriftstellerin eine sehr persönliche Arbeit. Ein Jahr vor ihrem Tod wurde
Christiane Singer von mir noch interviewt. Niemand wusste bis zu diesem
Zeitpunkt, dass es das letzte sein wird.
Die Frage, die sich Christiane Singer Zeit ihres Lebens
gestellt hat: Wie kann man Leidenschaft und Lebendigkeit in den Menschen
entfachen?
ist auch ein Thema, das mich auch in meiner Arbeit als
Filmschaffende ständig begleitet. Wie kann man die Menschen über das Medium
Film im Augenblick des Betrachtens berühren und bewegen?
Etwaige Antworten darauf sind dem Zuseher überlassen.

DIE PHILOSOPHIE
Wie kann man Leidenschaft und Lebendigkeit in den Menschen
entfachen?
Die Frage, mit der sich die Schriftstellerin Christiane
Singer Zeit ihres Lebens anhand der Sprache auseinandergesetzt hat, ist so alt
wie die Menschheit selbst.
In dem Film „Passion – Hommage à Christiane Singer“ wird die
Schriftstellerin anhand sprachlicher Dokumente und Interviews als Verkörperung
einer leidenschaftlichen Femme de lettre dargestellt anhand sprachlicher
Dokumente und Interviews.
So entsteht in ihren Texten und um sie als Person eine Atmosphäre,
der es um die Berührung im Augenblick geht. Sätze bleiben haften und arbeiten
in den Gedanken des Zusehers weiter. Der Film ist eine Aufforderung, die oft
belastende Banalität der Welt hinter sich zu lassen und sich auf das Wesentlich
der eigenen Werte zu konzentrieren.
ZUR PERSON CHRISTIANE SINGER
Christiane Singer lebte zwei Identitäten. In der einen als
Christiane Singer, eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Frankreichs in
der anderen als Dr. Christiane Thurn-Valsassina, Literaturdozentin, Referentin
und Gräfin Thurn auf Burg Rastenberg, Waldviertel. Ihre Identitäten erklären
sich aus ihrer Lebensgeschichte. Sie wurde 1943 in der französischen Hafenstadt
Marseille geboren. Ihre Eltern waren 1933 vor den Judenverfolgungen um Wien
geflohen. Als junge Studentin lernt sie den Österreicher Georg Thurn Valsassina
kennen. Nach der Heirat und Geburt der beiden Söhne Raphael und Dorian zog sie
mit ihm auf den Familiensitz ins Waldviertel.
Literaturdozentin in Basel und Fribourg. Seit Anfang der 80er
Jahre freie Schriftstellerin. Ihr erstes ins Deutsche übersetzte Buch „Tod zu
Wien“ wurde ein Bestseller, ebenso das zweite „Zeiten des Lebens. Von der Lust
sich zu wandeln.“
Generalsekretärin des öst. PEN-Clubs.
Mit zwölf vielfach ausgezeichneten Romanen und Essays zählt
sie zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Frankreichs.
Im November 2006, bereits gezeichnet von ihrer Krankheit,
bekam Christiane Singer am Höhepunkt ihrer Schriftstellerkarriere den Grand
Prix de la Langue Française für ihr Lebenswerk verliehen.
Regie, Buch und Produktion: Carola Mair
Kamera: Erika Michalke, Carola Mair
Ton: Joe Kreiss
Schnitt: Johanna Tschautscher
Animation: Matthias Smicka, Susanne Jirkuff
Sprecher: Silke Jandl
ein Film von Carola Mair
Österreich
Frankreich
Deutschland
2011
Länge: 45 min
Farbe und SW
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